Personalbedarfsplanung

Die Personalbedarfsplanung ist ein Bestandteil des Personalmanagements und des Workforce Managements. Der Begriff ist nicht klar abgegrenzt zur Personaleinsatzplanung und wird oft synonym verwendet. Damit ist sie für jedes Unternehmen ein wesentlicher Faktor, um die internen Betriebsabläufe gewährleisten zu können. Wenn das Personal stets dort eingesetzt wird, wo es am dringendsten benötigt wird, arbeitet ein Unternehmen effizient und zielgerichtet.

Es gibt vier Arten von Personalbedarfsplanung

  1. Qualitativ: Welche Aufgaben sind künftig im Unternehmen relevant und welche Mitarbeiter haben die Fähigkeiten und das Wissen sie zu übernehmen? Diese Fragen sind essentiell für eine qualitative Personaleinsatzplanung. Sie geben Antwort darauf, welche Weiterbildungen für die Mitarbeiter im Rahmen der Personalentwicklung und dem Talent-Management wichtig sind und aber auch, für welche Bereiche möglicherweise ein Outsourcing, also ein Auslagern von Arbeitsaufgaben, nötig sein wird.
  2. Quantitativ: Gibt es Aufgaben und Aufgabengebiete, beispielsweise Geschäftsbereiche, die eine immer geringere Rolle spielen und in denen humane Ressourcen frei werden? Sind Zu- und Abgänge zu erwarten? Hierbei geht es vor allem um Neueinstellungen, Versetzungen und möglicherweise auch Entlassungen.
  3. Zeitlich: Gibt es saisonale Spitzen, die eventuell durch zusätzliches Personal, also Leiharbeit oder saisonale Arbeitskräfte, aufgefangen werden müssen? Gibt es Zeiten, in denen weniger Mitarbeiter benötigt werden? Hier wären beispielsweise Betriebsferien, Urlaubszeiten, Überstunden-Abbau oder auch Weiterbildungen sinnvoll.
  4. Örtlich: Hier kommt die Personaleinsatzplanung ins Spiel, denn es geht darum, wer wo wann eingesetzt wird. Örtliche Einsatzplanung kommt beispielsweise bei Schichtarbeit oder auch (Not)Dienstplänen oder auch Krankheitsausfällen ins Spiel. Möglich ist aber auch, dass in einer Verkaufsfiliale aufgrund eines verkaufsoffenen Sonntags oder einer Marketing-Aktion mehr Personal gebraucht wird als normalerweise.